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Nach diesem erfolgreichen Jahr tanzt Anjas Herz Samba

SITTICHENBACH/MZ. „Mein Herz tanzt Samba“ sang Schlagersternchen Anja Schröter in diesem Sommer. Mit ihrem Song behauptete sich die 22 Jahre junge Sittichenbacherin über sechs Runden in der ARD-Sommerhitparade. „Immer wieder Sonntags“ wurde sie von Stefan Mross nach Rust in den Europa-Park geholt, um dort die Herzen des Publikums im Vergnügungspark und an den Fernsehgeräten zum Sambatanzen zu bringen.

Nach ihren Fernsehauftritten im Sommer wurde die junge Frau sogar für den „Herbert-Roth-Preis 2010“ in der Kategorie „Junge Solistinnen“ nominiert. „Eine Ehre, mit der ich niemals gerechnet hätte“, so Anja Schröter. Schließlich ist der Herbert-Roth-Preis Volksmusikanten vorbehalten, und sie ist in der Schlagerwelt zu Hause. Mittlerweile konnte man die junge Blonde auch in der Fernsehsendung „Mit Volldampf durch die Heimat“ erleben. In den öffentlich-rechtlichen und Internetradios erreichte sie in den Hitparaden gute und sehr gute Platzierungen.

„Das Jahr 2010 war einfach nur genial“, sagt Anja Schröter und strahlt übers ganze Gesicht. „Als wir Silvester angestoßen haben, dann auf ein riesig erfolgreiches Jahr. Das hätte ich mir gar nicht träumen lassen. Es ist so viel passiert.“ Die 22-jährige Sittichenbacherin schwamm von einer Erfolgswelle zur nächsten. „Als ich im April erfahren habe, dass ich in Stefan Mross‘ Sendung mit dabei sein werde, war ich völlig überrascht und so hoch erfreut. Schließlich war ich unter allen Interpreten die einzige, die nicht bei einer Plattenfirma ist“, sagte sie, und dass sie sich nur auf blauen Dunst beworben habe. „Und dann hieß es: Nächste Woche ist dein erster Auftritt. Die Aufregung!“, erinnerte sich Anja schmunzelnd.

Es sei der pure Stresse gewesen. Einen einzigen Tag hatte sie Zeit, durch Halles Boutiquen zu pirschen, um ein schickes Kleid für ihren Fernsehauftritt zu ergattern. In einer kleinen Boutique, die gerade erst eröffnet hatte, fand sie ihr Traumkleid. Feuerrote Leidenschaft. Passend zu ihrem Song „Mein Herz tanzt Samba“. „Aber leider zwei Nummern zu groß und in meiner Größe nicht zu haben.“ Die nächste Zitterpartie für die gertenschlanke, junge Frau. „Die Schneiderin hatte aber ein gutes Händchen. Das Ändern klappte perfekt.“ Und war eine Punktlandung. Zwei Stunden, bevor die völlig aufgeregte Familie Schröter von Sittichenbach über Halle nach Rust aufbrach, konnte das geänderte Kleid abgeholt werden. Uff.
Vater Hanjo Schröter merkt man noch heute an, wie er damals mit seiner ältesten Tochter gezittert und gehofft haben muss. Und erst beim Auftritt. Dagegen war Anja wahrscheinlich noch die Ruhe in Person, obwohl sie schon tagelang vorher weder essen noch schlafen konnte und vor Aufregung kalte, schwitzige Hände hatte. Dabei herrschten auf der Bühne in Rust tropische Temperaturen in diesem Sommer. 50 Grad Celsius mussten die Sänger auf der Bühne aushalten. „Das schöne Kleid war total durchgeschwitzt nach dem Auftritt.“

Und dann noch das unendlich lange Warten, wie wohl das Publikum den Auftritt bewerten würde. Schließlich trat Anja in einer Art KO-Wettbewerb gegen einen anderen Teilnehmer an. „Ich habe die ganze Zeit nur gedacht: Oh, Gott, oh Gott, oh Gott. Dann wurden Tafeln mit den Ergebnissen hochgehalten. Ich habe nicht gleich geschnallt, dass ich eine Runde weiter bin.“ Nur Vater Hanjo stürmte völlig begeistert auf die Bühne und umarmte seinen Schlagerstern. Dass sie die Gunst des Publikums für sich gewonnen hatte, verstand Anja erst so richtig, als sie mit ihrer Familie durch den Europa-Park in Rust schlenderte. „Da ist mir so nach und nach bewusst geworden, was eigentlich passiert ist.“

Und was dann folgte, war der jungen Sittichenbacherin unbegreiflich. „Nach meinem zweiten, dritten Auftritt erkannten mich die Leute im Europa-Park und sprachen mich an und wollten Autogramme“, wunderte sie sich. Und wer nicht alles für sie anrief. „Damit hätte ich nie gerechnet, dass ich von so vielen jungen Leuten ein positives Echo erhalten werde.“ Fanpost traf in Sittichenbach ein und ihr Postfach bei ihren öffentlichen Accounts war plötzlich voller Nachrichten von wildfremden Leuten. „Ich war einfach platt. Ganz besonders, als ich privat bei einem Polterabend zu Gast war. Plötzlich stand der ganze Saal auf und applaudierte mir. Dieses Jahr 2010 werde ich in meinem ganzen Leben nicht vergessen“, sagte Anja.
Pläne für dieses Jahr hat die junge Sängerin natürlich auch schon geschmiedet. So will sie ihre alte Grundschule in Osterhausen mit einem Benefizkonzert unterstützen. Auch ein Fernsehauftritt ist schon fest geplant – im März bei „Alles Gute“, moderiert von Petra Kusch-Lück.

Beate Thomashausen

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung
Foto: Bernd Richter